Werenfels Isabelle presse

Noch mehr Kultur

Politik in der Remise

Referentin: Dr. Isabelle Werenfels , Moderation: Gisela Euscher
Isabelle Werenfels leitet an der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin die Forschungsgruppe Naher/ Mittlerer Osten. Zu ihren geografischen Forschungsschwerpunkten zählt Tunesien, zu den inhaltlichen Schwerpunkten politische Transformation und politischer Islam. Die Staaten des Maghreb stellen in verschiedener Hinsicht eine Brücke zwischen dem afrikanischen Kontinent und Europa dar, mit zahlreichen Gemeinsamkeiten. Sie sind einerseits eine Region mit vielen Potenzialen, einer jungen Bevölkerung und erheblichen Ressourcen. Andererseits sind die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die um sich greifende islamistische Bedrohung und die Proteste gegen soziale Ungleichheit für alle Maghreb-Staaten eine Herausforderung. Aus europäischer Sicht stehen im Augenblickdie Eindämmung von Migration und der Kampf gegen den islamistischen Terror auf der Tagesordnung. In wie weit können die Staaten des Maghreb
tatsächlich als sichere Herkunftsländern bezeichnet werden – trotz Menschenrechtsverletzungen? Wenn der Maghreb eine Brücke zwischen Europa und Afrika ist, wovon können die Staaten diesseits und jenseits des Mittelmeeres profitieren – politisch und wirtschaftlich?

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt die Veranstaltungsreihe „Deutschlands Außenpolitik“.