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Theater und Kabarett

Marstall ungezügelt präsentiert: Christine Prayon ist die „Diplom-Animatöse“  

Wer kennt sie nicht, Birte Schneider (alias: Christine Prayon) von der „heute show“ des ZDF? Die Frau mit der großen Klappe, dem treuherzigen Augenaufschlag und den gemeinen Sprüchen? Aber sie ist mehr, sie ist die DIPLOM-ANIMATÖSE!
Dieser Abend passt in keine Schublade, denn er ist zwei Stunden lang und mindestens genauso breit. Wenn Sie darüber jetzt herzlich lachen konnten, sind Sie hier genau richtig. Es wird noch mehr schlechte Witze geben. Außerdem wird Frau Prayon einige Präsidenten imitieren, schön singen, den ein oder anderen bewegenden Moment zerstören und möglichst viel Haut zeigen. Sie wird sich auch diesmal nicht festlegen, ob es sich hier um Kabarett, Comedy oder eine Heizdeckenverkaufsveranstaltung handelt. Hauptsache absurd und ohne Chansons.

Kleine Inhaltsangabe, auch für Presseleute (kann gleich so abgeschrieben werden): Es geht um Vieles. Eigentlich geht es um alles. Es geht um Schein und Sein in der realkapitalistischen Gesellschaft, einer zunehmend brutalisierten, anonymen Nahrungskette mithin, in der das gnadenlose Rollenspiel Überlebensstrategie, ja quasi systemimmanent ist. Es geht also um das Nicht-Sein im Sein, da alles Sein als Schein ein scheinbares Nicht-Sein im Schein des realen Seins zu sein scheint. Wer Antworten auf diese Fragen sucht, wird sie hier finden. Oder so. Zitat Prayon: „Ich muss halt auch bleiben, wo ich gucke“. Von Redakteuren gefürchtet, von Therapeuten empfohlen. Including Nr.1 Hit-Single „Hallo“. Unbedingt nicht verpassen!
Fotorechte: Christine Prayon