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Noch mehr Kultur

Politik in der Remise: "Deutsche Außenpolitik im Rahmen einer „neuen Weltordnung“.

Referent: Dr. Gernot Erler, Moderation: Ursula Pepper

Gernot Erler studierte Geschichte, Slawische Sprachen und Politikwissenschaft. Von 1987 bis 2017 war Mitglied der SPD-Fraktion des Deutschen Bundestages und zwischen 2005 und 2009 Staatsminister im Auswärtigen Amt. Zwischen 2014 und 2017 war er Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft der deutschen Bundesregierung. Gernot Erler war OSZE Sonderbeauftragter der Bundesregierung von 2014-1207. Als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion war er verantwortlich für Fragen der Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik sowie für Menschenrechte. Die internationale Staatengemeinschaft scheint sich auf dem Weg in eine neue Weltordnung zu befinden: Russland und China treten immer selbstbewusster als Ordnungsmächte auf und stellen die bisherige US-Dominanz infrage, zumal sich die USA unter Präsident Trump von manchen Regionen und Politikfeldern zurückziehen. Russland und China streben dabei eine multipolare Weltstruktur ohne ein verbindliches globales Werte - und Regelsystem an. Die EU ist gefordert, ihre neue Rolle in dem Machtgefüge dieser drei Staaten zu finden. Sie ist aber zurzeit mit großen internen Problemen konfrontiert. Was bedeutet diese Entwicklung für die deutsche Außenpolitik, von der eine Führungsrolle innerhalb der EU erwartet wird, und für die deutsche internationale Verantwortung bspw. im Ukraine-Konflikt? Für die deutsche Außenpolitik sieht der Referent große Herausforderungen, aber auch Chancen, diesen gerecht zu werden.

Vortrags- und Diskussionsreihe des Kulturzentrums Marstall am Schloss und der Volkshochschule Ahrensburg, unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius