Prinz Achmed neu

Noch mehr Kultur

Der Filmclub: Die Abenteuer des Prinzen Achmed

 Der Film hatte Premiere am 2. Mai 1926 in der Berliner Volksbühne am Bülowplatz. Der Film verarbeitet mehrere Handlungsmotive, die Lotte Reiniger aus Märchengeschichten des Fundus Tausendundeine Nacht entlehnte. Es handelt sich dabei um den weltweit ältesten noch erhaltenen animierten Langfilm. Lediglich zwei argentinische Animationsfilme von Quirino Cristiani erschienen früher, gelten jedoch heute als verschollen.

Die Abenteuer des Prinzen Achmed war einer der ersten animierten Langfilme und wurde in den Jahren 1923 bis 1926 produziert. Die kreative Leitung des Produzententeams hatte Lotte Reiniger. Ihr zur Seite standen Walter Ruttmann, Berthold Bartosch, Alexander Kardan und Carl Koch. Die Originalkomposition für diesen Stummfilm stammt von Wolfgang Zeller und ist in der Library of Congress in Washington erhalten, weshalb sie bei der Restaurierung 1999 durch das Deutsche Filmmuseum wiederhergestellt werden konnte.

Der Animationsfilm ist nicht gezeichnet, sondern es handelt sich hier um einen Scherenschnitt-Sihouettenfilm. Flache Puppen aus einzelnen ausgeschnittenen Pappteilen wurden mittels Stop-Motion-Verfahren animiert.

Dieser Klassiker hat bis heute nichts an seiner Faszination verloren, auch wenn die Tricktechniken im Computerzeitalter immer vielfältiger und perfekter wurden. Besonders eindrucksvolle Bilder zeigen den Machtkampf zwischen der guten Hexe und dem bösen Zauberer, die sich in immer neue Gestalten verwandeln, bis sie sich in Lichteffekte auflösen.