Das literarische Café: Der "arme Hölderlin"

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Das literarische Café: Der "arme Hölderlin"

Dabei gilt Hölderlin als eine singuläre Gestalt unter den Dichtern und Philosophen, er, der am 20. März 1770 im kleinen schwäbischen Lauffen am Neckar bei Heilbronn geboren wurde; ein Landstrich, den sein Freund Schelling als Land der „Pfaffen und Schreiber“ verspottete. Sein Vater war Klosterhofmeister eines früheren Nonnenklosters in Lauffen, seine Mutter eine Pfarrerstochter aus dem nahegelegenen Frauenzimmern. Wer heute die Geburtsstadt besucht, in der Hölderlin die ersten vier Lebensjahre verbrachte und die sich stolz auf ihn beruft, findet zwar alle Schulen und die einzige Buchhandlung des Geburtsortes nach ihm benannt, doch kaum einer weiß Näheres, in den Schulen wird nahezu nichts über ihn vermittelt; der große und einzigartige Dichter ist seinen Schwaben und wohl auch den Deutschen insgesamt wieder einmal abhandengekommen. In der Hölderlin Buchhandlung in Lauffen jedenfalls, so erzählt es der dortige Buchhändler, wird manchmal sogar telefonisch nach ihm verlangt, nach dem „Geschäftsführer Hölderlin“. Man fragt sich, woher dieses Vergessen rührt. Sind es wirklich die Weimarer Klassiker, vor allem Goethe und leider dann auch Schiller, die ihn abgewiesen und so für das ganze 19. Jahrhundert unlesbar gemacht haben? Nach diesem LitCafé wissen Sie mehr!

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