"Die jüdische Frau" Theaterstück nach Bertolt Brecht

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"Die jüdische Frau" Theaterstück nach Bertolt Brecht

Strategisch führt sie letzte Telefonate, darauf bedacht, bei Freunden und Bekannten keinen Verdacht zu erregen. Auch ihrem Mann gegenüber verschweigt sie ihre Pläne, denn in ihrem Innern zweifelt sie, dass ihre Liebe dem Druck der sich ankündigenden Ereignisse standhalten kann. Sie spürt, dass der Zersetzungsprozess ihrer Ehe bereits begonnen hat.

Brechts Text „Die jüdische Frau“ ist Bestandteil seiner aus 27 einzelnen, in sich abgeschlossenen Szenen bestehender Text-Collage „Furcht und Elend des dritten Reiches“, in der er sich thematisch mit der Auswirkung des Nationalsozialismus auf den Alltag der Menschen beschäftigte und der wegen des nicht nur in Deutschland wiederaufkeimenden antisemitischen Klimas mehr denn je Aktualität besitzt. Erla Prollius inszeniert Brechts Text über ein Ehepaar, dessen Verbindung durch die Wirren der Zeit auf die Probe gestellt wird, in einem auf das Wesentliche reduzierten Bühnenbild. Auf dialektische Weise deckt sie das Netz der permanent notwendigen Unwahrheiten, in das sich die Protagonistin verstrickt und ebenso verstrickt wird.

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